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Radial-Niettechnik

Grundsätzlich gilt: Die Anwendung bestimmt das Verfahren.

In den meisten Fällen aber – in denen eine hochwertige Verbindung wichtig ist – ist das Radial-Nietverfahren dank der tiefen Zykluszeit, dem geringen Kraftaufwand und dem hohen Qualitätsresultat das beste Verfahren.

Der Nietstempel beschreibt eine rosettenförmige Bewegung. Der Niet wird in drei Richtungen verformt. Radial nach aussen, radial nach innen und überlagernd auch tangential.

Vorzügliche Oberflächenbeschaffenheit der Schliessköpfe: Beim Radial-Nietverfahren rotiert der Nietstempel selber nicht. Somit ist die Gleitreibung zwischen Werkzeug und Werkstück absolut minimal. Das Resultat ist eine ausgezeichnete Oberflächenstruktur.

Geringe Belastung der Werkstücke: Sogar Bakelit- oder Keramikteile können vernietet werden. Seitenkräfte sind vernachlässigbar. Auf Spannen kann mehrheitlich verzichtet werden.

Tangentialnieten: Ist eine Form des Radialnietens, nur dass die Bahn des Nietstempels nicht über die Mitte führt. Dieses Nietverfahren wird in Spezialfällen angewandt. 


Auf den unten angefügten Video Clips ist sehr gut ersichtlich, dass der Nietstempel – im Gegensatz zur Taumel-Niettechnik – nicht rotiert.